{"id":88,"date":"2014-01-03T15:57:00","date_gmt":"2014-01-03T14:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/arnowilhelm.wordpress.com\/2014\/01\/03\/hinter-verschlossenen-turen-7"},"modified":"2014-01-03T15:57:00","modified_gmt":"2014-01-03T14:57:00","slug":"hinter-verschlossenen-turen-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/?p=88","title":{"rendered":"Hinter verschlossenen T\u00fcren (7)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/intern.arno-wilhelm.de\/hvt\/ArnoWilhelm-HVT.pdf\" target=\"_blank\">Hinter verschlossenen T\u00fcren &#8211; PDF<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>7.\u00a0 Kapitel<\/p>\n<p>\u00bbBist du w\u00fctend auf mich?\u00ab<br \/>\nEs waren die ersten Worte, die Lisa-Marie sprach, seit sie allein waren. Peter lie\u00df sie einen Augenblick auf sich wirken.<br \/>\n\u00bbNein, ich glaube nicht.\u00ab<br \/>\nPeter trug jetzt eine schwarze Jogginghose und einen weinroten Pulli, die ihm der Doc gegeben hatte. Ihm war alles recht, solange es nicht mit Skinnys Blut befleckt war.<br \/>\n\u00bbEs tut mir so leid, was passiert ist. Das mit deinem Bruder auch.\u00ab<br \/>\n\u00bbDas war nicht deine Schuld.\u00ab<br \/>\nEr versuchte sie anzul\u00e4cheln, doch die Muskeln seines Gesichts gehorchten ihm nicht. Heraus kam nur eine seltsame Grimasse. Nat\u00fcrlich war es ihre Schuld gewesen. Tausend Mal hatte er sich dieses Gespr\u00e4ch vorgestellt, sich gefragt, ob er diese Worte je von ihr h\u00f6ren w\u00fcrde. Sich unz\u00e4hlige kluge S\u00e4tze zurechtgelegt, mit denen er h\u00e4tte antworten k\u00f6nnen. Aber jetzt, wo sie so verletzlich wirkte, wollte er sie pl\u00f6tzlich nicht mehr angreifen.<br \/>\n\u00bbNat\u00fcrlich war es das, ich war&#8230;\u00ab, doch Peter erfuhr nicht mehr, was sie gewesen oder nicht gewesen war, denn in diesem Moment trat der Doc vor die T\u00fcr und sie verstummte augenblicklich. Sein Blick war schwer einzusch\u00e4tzen. Ein intensiver Geruch nach Desinfektionsmittel ging von ihm aus.<br \/>\n\u00bbIch denke, er ist erstmal \u00fcber den Berg\u00ab, sagte der Doc dann mit einem Blick, der Peter verunsicherte. \u00bbEr hat viel Blut verloren und die Narbe d\u00fcrfte nicht allzu h\u00fcbsch aussehen, aber wenn es so gut weiterl\u00e4uft, sollte er sich zeitnah erholen.\u00ab<br \/>\n\u00bbVielleicht kann er die Narbe kosmetisch \u00fcberarbeiten lassen, wenn er wieder fit ist\u00ab. sagte Lisa-Marie. Ihr schien nichts am Doc aufgefallen zu sein, vielleicht hatte Peter sich auch get\u00e4uscht.<br \/>\nDer Doc sah sie zweifelnd an. \u00bbGlaubst du nicht, dass das automatisch kontrolliert wird, wenn Leute mit so au\u00dfergew\u00f6hnlichen Narben im Krankenhaus erscheinen? Ich kann das n\u00e4mlich nicht machen und bei den Androiden w\u00e4re ich mit solchen Sachen vorsichtig. Ich denke, er wird in Zukunft eine gewisse Zuneigung f\u00fcr Rollkragenpullis entwickeln m\u00fcssen.\u00ab<br \/>\n\u00bbDenkst du, er wird bis zum 03.Oktober wieder einsatzf\u00e4hig sein?\u00ab, fragte Peter, der im Augenblick keinen Nerv hatte, sich Gedanken \u00fcber die \u00c4sthetik von Skinnys Hals zu machen.<br \/>\nDie grauen Augenbrauen des Docs hoben sich ein winziges St\u00fcck.<br \/>\n\u00bb3.Oktober also? Ich wusste doch, dass sie dich nicht aus purer Liebe wieder rausgeholt haben. Das sollte zu schaffen sein.\u00ab<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag sa\u00df Peter wieder schick, aber unauff\u00e4llig gekleidet auf einem Stuhl in einem kargen Konferenzraum eines Hotels in der Innenstadt. Peter hatte sich f\u00fcr eine kleine Crew entschieden. Im Raum waren nur er, Lisa-Marie, Lewandowski und ein schlaksiger, nerv\u00f6ser Typ namens Justus. Im Hintergrund sa\u00dfen Alessio und Adamo und blickten ernst drein. Ihre Wiedersehensfreude gegen\u00fcber Lisa-Marie hatte sich wie bei Peter in Grenzen gehalten. Sie waren alles andere als zufrieden mit dem Risiko, das Peter f\u00fcr ihre Befreiung eingegangen war, aber das scherte ihn nicht. Viel mehr st\u00f6rte ihn, dass sie es sich nicht hatten nehmen lassen, bei dieser Besprechung dabei zu sein und darauf bestanden, den Ort f\u00fcr das Treffen zu w\u00e4hlen.<br \/>\n\u00bbJeder von euch wei\u00df ein bisschen was. Ich will heute daf\u00fcr sorgen, dass ihr alle auf den neuesten Stand gebracht werdet. Wir haben eine Menge vor\u00ab, sagte Peter.<br \/>\nAugenblicklich richtete sich alle Aufmerksamkeit auf ihn. Er sp\u00fcrte ihre Anspannung. Nur Lewandowski kannte bisher den ganzen Plan. Als Auftraggeber hatten Alessio und Adamo zumindest eine grobe Vorstellung von dem, was kommen w\u00fcrde. Trotzdem konnten selbst sie nicht vollkommen ihre zur Schau gestellte Gleichg\u00fcltigkeit bewahren, wie Peter aus dem Augenwinkel heraus am\u00fcsiert beobachtete. Adamo trommelte mit den Fingern einen unsteten Rhythmus auf die Tischplatte und Alessio hatte sich bei seinen Worten zu voller Gr\u00f6\u00dfe aufgerichtet und blickte starr nach vorn.<br \/>\nPeter dr\u00fcckte eine Taste und ein Bild erschien hinter ihm auf der Wand. Darauf war ein kleiner komplett schwarzer W\u00fcrfel zu erkennen. Dar\u00fcber standen in einer schlichten Schrift die Worte \u00bbM-Droid. Die neue Generation Roboter.\u00ab<br \/>\nDer plumpe Werbesatz brachte ein Grinsen auf Lisa-Maries angespanntes Gesicht.<br \/>\n\u00bbUm diesen kleinen Roboter\u00ab, sagte Peter und zeigte in Richtung des W\u00fcrfels, \u00bbgeht es uns bei diesem Job.\u00ab<br \/>\nEr dr\u00fcckte eine weitere Taste. Neben dem Roboter tauchten eine schwarz gl\u00e4nzende Murmel und eine viereckige gr\u00fcne Platine auf.<br \/>\n\u00bbDiese Bilder entstammen der offiziellen Pr\u00e4sentation zum M-Droid-Projekt, die n\u00e4chsten Monat stattfinden soll.\u00ab<br \/>\nDie Pr\u00e4sentation hatte Lewandowski sogar auf legalem Wege besorgt. In den h\u00f6heren Kreisen der Universit\u00e4t kursierten die Bilder seit Tagen, um das Interesse an dem Projekt zu sch\u00fcren.<br \/>\n\u00bbAber was ist das Besondere daran?\u00ab, fragte Justus stirnrunzelnd. \u00bbAndroiden in der Form gibt es doch schon ewig.\u00ab<br \/>\nPeter l\u00e4chelte. Der Junge mochte begabt sein, aber wie wichtig Zur\u00fcckhaltung im entscheidenden Moment war, musste ihm die Zeit noch zeigen.<br \/>\n\u00bbF\u00fcr diejenigen von euch, die ihn noch nicht kennen. Das ist Justus. Er wird f\u00fcr uns einige der technischen Probleme unserer kleinen Besichtigungstour in der Universit\u00e4t l\u00f6sen. Deine Frage beantworte ich gleich\u00ab, f\u00fcgte er dann an ihn gewandt hinzu, \u00bblass mich vorher noch ein paar Kleinigkeiten los werden.\u00ab<br \/>\nDas n\u00e4chste Bild zeigte eine Luftaufnahme der Universit\u00e4t. Peter deutete mit dem Finger auf eines der Geb\u00e4ude. \u00bbHier im ersten Stock befindet sich das gute St\u00fcck. Die ganze Nummer ist f\u00fcr den 03.Oktober geplant. Berlin feiert 200 Jahre Hauptstadt, daf\u00fcr wird die Universit\u00e4t auch f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet. Wir sollten relativ problemlos reinkommen. Danach wird es kritisch.\u00ab<br \/>\nEr blickte in ihre gespannten Gesichter, wohl wissend, dass Adamo und Alessio ebenso genau zuh\u00f6rten wie sein voraussichtliches Team. Er wollte nicht, dass sie ihm ein weiteres Mal in die Pl\u00e4ne pfuschten und alles ruinierten, deshalb musste er sich vorsichtiger ausdr\u00fccken, als ihm lieb war.<br \/>\n\u00bbWir m\u00fcssen zuerst durch mehrere Sicherheitsschleusen. Unser Ziel ist ein Labor am Lehrstuhl f\u00fcr Neo-Robotik. Dort sperren, wenn niemand arbeitet, Lichtschranken und W\u00e4rmesensoren den Durchgang, das wird nicht ganz einfach. Der M-Droid-Prototyp ist derzeit hinter einer gesondert mit Strom versorgten Schleuse verborgen, die au\u00dferhalb der Arbeitszeiten in die Wand gefahren wird. Das Ganze h\u00e4tte eigentlich eine Nummer einfacher ablaufen sollen, aber es gab einige Komplikationen. Eine undichte Stelle\u00ab, er warf einen vielsagenden Blick in den hinteren Teil des Raumes, \u00bbdeshalb sind die Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile sehr hoch. Wir m\u00fcssen vorsichtig sein.\u00ab<br \/>\n\u00bbWenn das Ding in die Wand gefahren wird, k\u00f6nnen wir dann nicht von au\u00dfen an die Wand ran, statt durch das ganze Geb\u00e4ude?\u00ab, warf Lisa-Marie ein. Sie hatte seit ihrer R\u00fcckkehr in die Freiheit immer wieder versucht, den Plan aus ihm herauszukitzeln, aber er hatte sie stets auf heute vertr\u00f6stet.<br \/>\n\u00bbEs ist leider keine Au\u00dfenwand. Aber selbst wenn es so w\u00e4re: Die Au\u00dfenw\u00e4nde im ganzen Geb\u00e4ude sind mit Sensoren gepflastert, dar\u00fcber kommen wir nicht rein.\u00ab<br \/>\nLisa-Marie verzog den Mund, sagte aber nichts dazu.<br \/>\nErneut meldete sich Justus zu Wort: \u00bbK\u00f6nnen wir diese ganzen Sicherheitsschleusen nicht einfach \u00fcberbr\u00fccken? Die muss man doch irgendwie anzapfen k\u00f6nnen. Dann muss nur einer rein, sich den Droiden schnappen und wieder raus\u00ab<br \/>\n\u00bbEin paar Vermutungen dar\u00fcber, dass irgendwas in der Uni geplant ist, sind schon durchgesickert\u00ab, antwortete Peter und sch\u00fcttelte den Kopf, \u00bbdeshalb sind die Sicherheitsvorkehrungen versch\u00e4rft worden. Wir werden vor Ort sein m\u00fcssen, sonst kriegen wir keinen Zugang. Die Nummer wird kein Spaziergang.\u00ab Peter fuhr fort.<br \/>\n\u00bbWir haben sehr viele Leute da drau\u00dfen, die Daten f\u00fcr uns gesammelt haben und uns auch weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen. Fluchtwege freihalten und uns im Notfall alarmieren k\u00f6nnen. Beim Hauptteil der Arbeit k\u00f6nnen wir uns aber auf niemanden sonst verlassen. Skinny wird f\u00fcr die Schleusen zust\u00e4ndig sein, Justus f\u00fcr die Technik und Lisa-Marie und ich f\u00fcr die praktischen Arbeiten. Lewandowski wird sich im Hintergrund halten, um nicht von Kollegen oder Studenten erkannt zu werden. Er greift nur ein, wenn es unbedingt notwendig ist.\u00ab<br \/>\nAlessio und Adamo blickten ihn finster an. Sie schienen bisher noch nicht allzu zufrieden mit den vagen Andeutungen, die er gemacht hatte. Sie hatten selbstverst\u00e4ndlich mehr Details erwartet. Peter gab sich alle M\u00fche, das nach au\u00dfen hin nicht zur Kenntnis zu nehmen.<br \/>\n\u00bbAber kommen wir zum interessanten Teil\u00ab, er zeigte auf die Leinwand und schaltete ein Bild zur\u00fcck. \u00bbDer Gewinn, den wir bei Erfolg rausschlagen k\u00f6nnen, wird 50 \/ 50 zwischen uns auf der einen und unseren Auftraggebern auf der anderen Seite aufgeteilt. Es gibt einen Interessenten, der bereit ist, 50 Millionen f\u00fcr alle drei Teile zusammen auszugeben. Das sollte eine Weile reichen.\u00ab<br \/>\nLisa-Marie konnte ihr Erstaunen \u00fcber die Summe besser \u00fcberspielen als Justus, der pfeifend Luft ausstie\u00df.<br \/>\n\u00bbUm deine Frage zu beantworten, Justus, das Besondere an diesem Androiden und der Grund, warum er so viel einbringt und derma\u00dfen unter Verschluss gehalten wird, ist nicht die Form, die du hier auf dem Bild siehst. Das was hier einfach so nach einem W\u00fcrfel aussieht, besteht aus einer Vielzahl kleiner Bausteine, die sich beliebig anordnen lassen.\u00ab Justus schien noch immer nicht zu begreifen. \u00bbDer Roboter kann sein Aussehen fast beliebig ver\u00e4ndern\u00ab, fuhr Peter fort. \u00bbIn Verbindung mit einer leistungsstarken, winzigen Kamera und der besten k\u00fcnstlichen Intelligenz, die es je gegeben hat\u00ab, er deutete auf den Mikrochip, \u00bbmacht das den M-Droid unglaublich einsatzf\u00e4hig. Nach dem zu urteilen, was wir wissen und was die Ank\u00fcndigungen erwarten lassen, d\u00fcrfte es mit dieser k\u00fcnstlichen Intelligenz m\u00f6glich sein an so gut wie jeder Form des Passwortschutzes vorbeizukommen, wenn man sie richtig einsetzt.\u00ab<br \/>\nAlle schwiegen sie f\u00fcr einen Augenblick, w\u00e4hrend die Worte nachwirkten. Jeder von ihnen dachte im Stillen \u00fcber m\u00f6gliche Einsatzgebiete einer solchen Technologie nach. Peter wartete auf R\u00fcckfragen, doch die blieben erstmal aus. Er wechselte einen schnellen Blick mit Lewandowski, dann sagte er abrupt: \u00bbIch denke, das w\u00e4r\u2018s f\u00fcr heute. Alles weitere besprechen wir dann w\u00e4hrend des Jobs.\u00ab<br \/>\nBis auf Lewandowski wirkten sie alle irritiert.<br \/>\n\u00bbWas soll das?\u00ab, polterte Alessios dunkle Stimme einen Augenblick sp\u00e4ter los. Peter blickte die beiden Br\u00fcder ruhig an.<br \/>\n\u00bbGibt es irgendein Problem?\u00ab<br \/>\nSchon zum zweiten Mal in den letzten Minuten sp\u00fcrte er sein Handy in der Tasche vibrieren, aber es war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt f\u00fcr Telefonate.<br \/>\n\u00bbWir finanzieren den Job, wir haben dich beauftragt\u00ab, sagte Adamo gereizt.<br \/>\nAlessio schlug mit der Faust auf den Tisch.<br \/>\n\u00bbWir haben ein verdammtes Recht darauf, alle Details zu wissen.\u00ab Sein Kopf war vor Wut rot gef\u00e4rbt.<br \/>\n\u00bbIch kann nicht behaupten, dass es mir beim letzten Mal viel gebracht h\u00e4tte, dass alle \u00fcber alles informiert waren\u00ab, sagte Peter kalt und lie\u00df seinen Blick nicht von den beiden Br\u00fcdern ab. \u00bbDeswegen wird es dieses Mal anders laufen.\u00ab<br \/>\nDie beiden Br\u00fcder beschimpften ihn noch ein paar Minuten, doch Peter reagierte nicht darauf, er stand einfach ruhig da. Als keinerlei Reaktion kam, warfen sie Peter noch einen finsteren Blick zu und verlie\u00dfen ver\u00e4rgert den Raum.<br \/>\nEr sah Justus an. \u00bbDein Einsatz, Junge.\u00ab<br \/>\nDer zog aus seiner Tasche ein winziges Ger\u00e4t, klappte es auf und begann damit in gro\u00dfen Schritten das Zimmer abzulaufen und es immer wieder kurz gegen die Wand zu halten. Als Justus fertig war, winkte Peter Lewandowski zu sich heran und lie\u00df sich dessen Laptop zeigen. Ein Programm darauf, das dieser schon zu ihrer Studienzeit geschrieben hatte, zeigte jedes noch so kleine elektrische Ger\u00e4t in der Umgebung an, und die Strahlung, die von ihm ausging. Damit konnten Wanzen und sonstige Funksignale gut im Blick behalten werden. Der Verlauf der letzten Minuten zeigte ein stetiges Abflachen der Signale an, bis statt Wanzen nur noch ihre Telefone und Computer schemenhaft als Signalquellen hier im Raum dargestellt wurden.<br \/>\n\u00bbGut, Alessio und Adamo trauen mir nicht. Soweit keine \u00dcberraschungen.\u00ab<br \/>\n\u00bbIch hab dir doch gesagt, der Junge ist gut\u00ab, sagte Lewandowski mit einem Nicken in Richtung Justus.<br \/>\nLewandowski hatte ihm Justus erst ein paar Stunden zuvor vorgestellt. Es war einer seiner Mitarbeiter. Technisch versiert, au\u00dfergew\u00f6hnlich begabt und nicht allzu engstirnig, was seine Auslegung von Gesetzen, Recht und Ordnung anging.<br \/>\n\u00bbHattest du denn damit gerechnet, dass sie uns abh\u00f6ren?\u00ab, fragte Lisa-Marie, die nun auch an seinen Tisch gekommen war, um sich anzuschauen, was hier gespielt wurde. Justus hielt sich im Hintergrund und wirkte zufrieden, dass er seinen ersten kleinen Auftrag mit Bravour erf\u00fcllt hatte. Ihm war nicht viel Zeit geblieben eine M\u00f6glichkeit zu finden, schnell und zuverl\u00e4ssig Wanzen auszuschalten, nachdem ihn Lewandowski heute Morgen informiert hatte.<br \/>\n\u00bbIch war mir sicher\u00ab, sagte Peter l\u00e4chelnd, \u00bbund auch, dass sie die erste Gelegenheit nutzen w\u00fcrden, um sich aus dem Staub zu machen, damit wir unter uns sind. Aber kommen wir endlich zu den Details des Plans.\u00ab<br \/>\nLewandowski hatte in der Zwischenzeit etwas auf seinem Handy gelesen. Sein ernster, ungl\u00e4ubiger Gesichtsausdruck lie\u00df Peter aufmerken. Dann sagte Lewandowski mit tonloser Stimme:<br \/>\n\u00bbIch glaube, du musst den Plan umschreiben.\u00ab Er schluckte.<br \/>\n\u00bbSkinny ist tot\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter verschlossenen T\u00fcren &#8211; PDF &#8212; 7.\u00a0 Kapitel \u00bbBist du w\u00fctend auf mich?\u00ab Es waren die ersten Worte, die Lisa-Marie sprach, seit sie allein waren. 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