{"id":112,"date":"2012-12-31T17:26:00","date_gmt":"2012-12-31T16:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/arnowilhelm.wordpress.com\/2012\/12\/31\/hinter-verschlossenen-turen-5"},"modified":"2012-12-31T17:26:00","modified_gmt":"2012-12-31T16:26:00","slug":"hinter-verschlossenen-turen-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/?p=112","title":{"rendered":"Hinter verschlossenen T\u00fcren (5)"},"content":{"rendered":"<p>Einen wundersch\u00f6nen guten Tag,<\/p>\n<p>es hat lange gedauert, aber was lange w\u00e4hrt wird hoffentlich gut. Hier kommt der neue Teil der Erz\u00e4hlung &#8222;Hinter verschlossenen T\u00fcren&#8220; und bis zum n\u00e4chsten sollte es bei weitem nicht so lange dauern. Es war ein aufregendes und herausragendes Jahr f\u00fcr mich, voller H\u00f6hen und mit angenehm wenig Tiefen, meinem zweiten Gedichtband, meinem Roman-Deb\u00fct, au\u00dfergew\u00f6hnlich sch\u00f6nen Auftritten und vielen Menschen, die das Ganze sehr sehr gro\u00dfartig gemacht haben. Dankesch\u00f6n an alle, die meine Texte lesen, meine B\u00fccher kaufen oder zu den Auftritten kommen, das alles ist mir wirklich eine gro\u00dfe Freude. Ich w\u00fcnsche euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2013 und ein sch\u00f6nes Sylvester!<\/p>\n<p>Mit den allerbesten Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nArno \/ Larry<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/intern.arno-wilhelm.de\/hvt\/ArnoWilhelm-HVT.pdf\" target=\"_blank\">Hinter verschlossenen T\u00fcren &#8211; PDF<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>5.\u00a0 Kapitel<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg hingen sie beide schweigend ihren Gedanken nach. Ein paar Stra\u00dfen entfernt h\u00f6rte man die Polizeisirenen. Die Schl\u00e4gerei war sicher noch in vollem Gange. Peter dachte dar\u00fcber nach, was Lewandowski als Letztes gesagt hatte. Nicht, dass es ihm nicht auch schon durch den Kopf gegangen war. Es gab niemanden, der auf ihrem Gebiet besser war als Lisa-Marie. Sie hatte zwischen ihrem vierzehnten und zweiundzwanzigsten Lebensjahr in acht verschiedenen Disziplinen den Titel des deutschen Meisters oder Vizemeisters geholt, darunter Judo, Kickboxen, Siebenkampf und noch mehr Arten der Leichtathletik. Sie hatte ihm letztes Jahr die Medaillen und Troph\u00e4en bei sich zuhause gezeigt, kurz, nachdem sie angefangen hatten, sich auch au\u00dferhalb der Arbeit zu sehen. W\u00e4ren sie bei einer professionellen Distanz geblieben, dann w\u00e4re alles anders gekommen. Seit ihrem letzten gemeinsamen Job hatte es keinen Tag gegeben, an dem er das nicht bereut hatte. Ein Moment des Z\u00f6gerns im falschen Augenblick und alles war zunichte gewesen. Es hatte ihn w\u00fctend auf sie gemacht, in d\u00fcsteren Stunden sogar hasserf\u00fcllt, aber er wusste, dass er nicht auf Lisa-Marie sauer sein sollte. Sie hatte einen Fehler gemacht, gut, aber die Planung hatten Alessio und Adamo versaut. Sie waren es, die die falschen Entscheidungen getroffen hatten. Sie waren es, auf die er sich konzentrieren musste. Bei ihrem Treffen fr\u00fcher an diesem Abend hatte er versucht mit den beiden dar\u00fcber zu reden. Was er sagen wollte, stand ihm schon lange fest vor Augen.<br \/>\n\u00bbWir machen es nach meinen Regeln\u00ab, hatte Peter gesagt. Ernst und nicht bereit, einen Millimeter davon abzuweichen. \u00bbIhr habt ja bei der Sache mit Sony gesehen was passiert, wenn ihr die Pl\u00e4ne ohne mich zu fragen \u00e4ndert.\u00ab<br \/>\nAdamo hatte z\u00f6gernd zugestimmt, aber versucht, die Fehler bei der Planung ihres letzten Jobs herunterzuspielen. Er hatte sich darauf konzentriert, Peter den neuen Job zu erkl\u00e4ren und die Umgebung. Peter war immer noch w\u00fctend dar\u00fcber, dass sich keiner der beiden bei ihm entschuldigt oder auch nur den leisesten Anflug von Reue gezeigt hatten. Mit einem Achselzucken waren sie \u00fcber das Thema seiner Gefangenschaft hinweggegangen. Und jetzt arbeitete er schon wieder f\u00fcr sie. Aber diesen letzten Job f\u00fcr die Beiden musste er einfach machen, f\u00fcr seinen Ruf und auch um wieder an Geld zu kommen. Danach war immer noch genug Zeit f\u00fcr Gerechtigkeit.<br \/>\n\u00bbWenn wir sie rausholen wollen, m\u00fcssen wir es bald tun. Es ist nicht viel Zeit bis zum 3.Oktober und nach deinem Ausbruch werden die Sicherheitsbedingungen im Knast bald sch\u00e4rfer werden\u00ab, sagte Lewandowski nachdenklich und riss Peter damit aus seinen d\u00fcsteren Gedanken.<br \/>\n\u00bbDu hast recht.\u00ab Peter wusste, dass es keinen anderen Weg gab, wenn ihnen dieses Spiel gelingen wollte. \u00bbIch brauche zwei Tage und m\u00f6glicherweise einiges an Ausr\u00fcstung.\u00ab<br \/>\n\u00bbMeld dich bei mir wenn du einen detaillierten Plan hast\u00ab, antwortete Lewandowski. \u00bbAn Ausr\u00fcstung kann ich dir alles besorgen, was der Markt hergibt.\u00ab Lewandowski war zuversichtlich, dass sie das schaffen w\u00fcrden. Mit Peter in Freiheit standen wieder ganz andere M\u00f6glichkeiten offen. An der Ecke Lukasstra\u00dfe verabschiedeten sie sich und umarmten sich f\u00fcr einen Moment.<br \/>\n\u00bbIch freu mich wirklich, dass du wieder da bist\u00ab, sagte Lewandowski noch, dann ging er davon. Peter sah ihm nach, wie er im steten, bl\u00e4ulich-kalten Licht der Stra\u00dfenlaternen heimw\u00e4rts ging. Aufrecht und in seinem Ma\u00dfanzug gut gekleidet wie eh und je. Er war sich nicht sicher, ob es gut war, was sie vorhatten. Im eigenen Areal zu wildern war eine gef\u00e4hrliche Sache und wenn rauskam, dass Lewandowski damit etwas zu tun hatte, w\u00fcrde er nicht nur sein Geld und seinen Besitz, sondern auch seinen Ruf verlieren und Peter wusste nicht, was davon am schwersten wiegen w\u00fcrde.<br \/>\nIn diesem Moment fiel in den Tiefen seines Gehirns ein Steinchen an seinen wohlverdienten Platz und ein weiteres Detail seines Gespr\u00e4ches am Abend kam ihm in den Sinn. \u00bbWarte mal kurz!\u00ab<br \/>\nLewandowski drehte sich um und Peter schloss zu ihm auf. \u00bbAlessio meinte, du k\u00f6nntest mir noch was dar\u00fcber erz\u00e4hlen, warum die letzten Tage so viel Trubel war. Was ist schiefgegangen bei den Vorbereitungen?\u00ab<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten 48 Stunden schlief Peter kaum. Er sa\u00df die meiste Zeit am Schreibtisch im Obergeschoss des Hauses, das er jetzt vor\u00fcbergehend bewohnte. Er studierte Baupl\u00e4ne und Skizzen und machte sich Gedanken, wie der Job am besten gemacht werden konnte und wie Lisa-Marie am sichersten aus dem Knast zu holen war. Die Neuigkeiten, die Lewandowski ihm noch in der Nacht in aller K\u00fcrze erz\u00e4hlt hatte, waren besorgniserregend. Toni, ein Mitarbeiter der Uni, der f\u00fcr Adamo oder f\u00fcr irgendeinen Stellvertreter des Stellvertreters eines Untergebenen von ihm ein bisschen Drecksarbeit hatte erledigen sollen, hatte wohl Eins und Eins korrekt addiert und all seine Informationen \u00fcber Alessio und Adamo an die Cops gegeben, in der Hoffnung, das Kopfgeld f\u00fcr die beiden zu kassieren und sein weiteres Dasein als reicher Mann zu fristen. Obwohl er nicht allzu viel wusste und obwohl Alessio und Adamo sich zeitnah und deutlich bei ihm bedankt hatten, hatten die Infos Staub aufgewirbelt. Egal ob es ein hochrangiger Mitarbeiter der Uni oder die gesammelte Datenverarbeitungsmaschinerie bei der Polizei gewesen war, irgendjemand war auf den Trichter gekommen, dass in n\u00e4chster Zeit ein Coup gegen\u00fcber der Universit\u00e4t geplant sein d\u00fcrfte. Daraufhin war der Schutz aller wertvollen Technik an der Universit\u00e4t bedeutend erh\u00f6ht worden. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Jobs konnte er bei der Planung dieser Aktion auch nicht so frei agieren. Alle Daten, die er nicht im Netz fand, musste Skinny beschaffen, weil er sich &#8211; Gro\u00dffahndung sei Dank &#8211; nur selten bei Tageslicht drau\u00dfen sehen lassen konnte. Die Kameras auf allen \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, in den Taxen, Bussen und Bahnen waren zweifellos mit seinen biometrischen Daten gef\u00fcttert und w\u00fcrden ihn in Windeseile identifizieren, sobald sein Gesicht zu sehen war. Nur nachts konnte er sich auch auf gr\u00f6\u00dferen Stra\u00dfen relativ gefahrlos bewegen. Doch selbst unter diesen erschwerten Bedingungen kam er voran. Mittlerweile hatte er gemeinsam mit Lewandowski ausf\u00fchrlich Fluffy untersucht. Sie hatten keinerlei Signal gefunden, das von dem Roboter ausging, also w\u00fcrden sie ihn weiter benutzen. Im Idealfall w\u00fcrde er Lisas Befreiung so unkompliziert machen, wie seine gewesen war. Mittlerweile wurde es merklich heller an seinem Schreibtisch. Drau\u00dfen ging tats\u00e4chlich schon wieder die Sonne auf. Montagmorgen. Peter zog sein neues Prepaid-Handy aus der Tasche und rief Lewandowski an. Im Gegensatz zu ihm selbst war Lewandowski nicht immer noch, sondern schon wieder wach. Peter nannte ihm den Treffpunkt und z\u00e4hlte die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung f\u00fcr Lisa-Maries Befreiung auf, dann beendete er das Telefonat. Zeit, schlafen zu gehen. Zu faul sich ins Schlafzimmer zu schleppen, streckte er sich einfach auf dem kleinen braunen Ledersofa aus und gab endlich der Ersch\u00f6pfung in seinem K\u00f6rper nach. In dem Augenblick, in dem sein Kopf die Polster ber\u00fchrte war er auch schon eingeschlafen.<br \/>\nWach wurde er erst, als sich langsam wieder Dunkelheit \u00fcber Berlin legte. Skinny ber\u00fchrte ihn an der Schulter und er schreckte auf.<br \/>\n\u00bbAlles fertig?\u00ab, fragte Skinny.<br \/>\nPeter nickte m\u00fcde und musste sich konzentrieren, um nicht sofort wieder einzuschlafen.<br \/>\n\u00bbMach mir bitte einen Kaffee, ich bin gleich unten.\u00ab Er sah auf seine Uhr. \u00bbWir haben noch genug Zeit.\u00ab<br \/>\nZehn Minuten sp\u00e4ter verlie\u00dfen sie das Haus. Trotz der lauen Sommernacht trug Peter einen Mantel mit hochgeschlagenem Kragen und eine tief ins Gesicht gezogene Schirmm\u00fctze. Er wollte kein Risiko eingehen. Eine Querstra\u00dfe vor dem Gef\u00e4ngnis trafen sie sich mit Lewandowski, der mit seinem schwarzen Pick-Up gekommen war. Auf der R\u00fcckbank lag Fluffy, abgedeckt mit einem Tuch.<br \/>\n\u00bbKommt mit\u00ab, sagte Peter, nachdem er den Androiden aktiviert hatte. Alle zusammen n\u00e4herten sie sich dem Eingang des Gef\u00e4ngnisses. Peter blickte um die Ecke und hielt abrupt inne.<br \/>\n\u00bbDas hatte ich bef\u00fcrchtet\u00ab, sagte er und wandte sich mit ernstem Blick um. \u00bbSie haben Wachen vor dem Gef\u00e4ngnis postiert. Zwei Androiden, ich vermute schwere Bewaffnung.\u00ab<br \/>\n\u00bbHast du den Taser dabei?\u00ab, fragte er in Lewandowskis Richtung. Dieser zog aus seiner Tasche ein winziges schwarzes Ger\u00e4t, nicht gr\u00f6\u00dfer als ein Feuerzeug, das zwei kleine Zacken auf der Oberseite hatte. Peter zupfte Fluffys Uniform zurecht, so dass sie vern\u00fcnftig sa\u00df, und reichte ihm dann den Taser.<br \/>\n\u00bbWenn du an den Wachen vorbei bist, halte ihnen nacheinander das hier ins Genick und dr\u00fccke den Knopf da unten. Dadurch sind sie handlungsunf\u00e4hig und st\u00f6ren nicht weiter. Dann bring Lisa-Marie den Zettel in ihre Zelle und nimm sie mit bis zur T\u00fcr. Alles weitere besprechen wir dann.\u00ab<br \/>\nEr schob ihm ein kleines Kuvert in die Tasche. Der Android nickte und marschierte augenblicklich los.<br \/>\n\u00bbDas nenne ich mal ne Arbeitseinstellung\u00ab, sagte Lewandowski w\u00e4hrend Fluffy um die Ecke verschwand. \u00bbWir sollten uns mehr von denen besorgen, dann w\u00e4ren die Jobs ein Kinderspiel.\u00ab<br \/>\nSkinny lachte leise, doch Peter war viel zu angespannt um daran irgendwas witzig zu finden. Er lugte um die Ecke, froh, dass die beiden Wachen noch stur geradeaus sahen. Hoffentlich hatten sie ihre W\u00e4rmebildkameras nicht standardm\u00e4\u00dfig an, sonst konnten sie hier leicht Probleme kriegen. Als Fluffy sich den Wachen weiter n\u00e4herte blickten sie zu ihm, Peter hielt f\u00fcr einen Augenblick den Atem an. Doch die Wachen drehten sich kommentarlos zur\u00fcck an ihre Pl\u00e4tze, ganz wie er gehofft hatte.<br \/>\n\u00bbIch dachte Taser funktionieren nicht bei den Blechkisten\u00ab, sagte Skinny hinter ihm.<br \/>\n\u00bbDas ist kein einfacher Taser\u00ab, antwortete ihm Lewandowski leise. Er \u00fcberlegte, wie er es in Worte packen konnte, die jemand wie Skinny verstand. \u00bbF\u00fcr die handels\u00fcblichen Varianten sind die Androiden kaum empfindlich. Den hier habe ich vor ein paar Jahren entwickelt. Er sendet einen elektromagnetischen Puls, der die Androiden lahmlegt, sie gehen nicht vom Netz, aber sie senden und empfangen nicht mehr und sind damit keine Gefahr. Das Problem ist, das Ganze funktioniert bisher nur an den d\u00fcnnsten Stellen ihres Panzers, den Gelenken, und es ist nicht gerade leicht einen von denen da zu treffen. Da hat es unser neuer Freund vermutlich leichter als wir.\u00ab<br \/>\nPeter h\u00f6rte nur mit einem halben Ohr zu, er betrachtete weiter Fluffy, der nun hinter den Wachen war. Mit zwei blitzschnellen Bewegungen brachte er den kleinen Taser in die entsprechenden Positionen und machte die Wachen kampfunf\u00e4hig. Der Junge war echt Gold wert. Die beiden Wachen blieben stocksteif stehen und regten sich nicht mehr. Allein ihre mangelnde Reaktion auf die schnellen Bewegungen von Fluffy versicherten Peter, dass es geklappt hatte. Sollte irgendjemand hier vorbeilaufen, w\u00fcrde er kaum eine Ver\u00e4nderung bemerken, dennoch hoffte Peter inst\u00e4ndig, dass sie keine Schaulustigen anlocken w\u00fcrden. Selbstgefilmte Videos davon wie sie Lisa-Marie halfen aus dem Knast auszubrechen fehlten ihm gerade noch zu seinem Gl\u00fcck.<br \/>\n\u00bbEs hat geklappt. Weiter geht\u2018s!\u00ab, sagte Peter halb nach hinten gedreht und unterbrach damit Lewandowski, der gerade versuchte, Skinny irgendeinen technischen Kunstgriff zu erkl\u00e4ren, der f\u00fcr die Entwicklung des Tasers extrem wichtig gewesen war. Peter hatte durch die Kr\u00fccken keine Hand frei und war froh, dass er Skinny und Lewandowski dabei hatte, die m\u00fchelos das bisschen Ausr\u00fcstung tragen konnten.<br \/>\nFluffy war bereits verschwunden und es dauerte nur wenige Minuten, bis sich die dunkle Holzt\u00fcr wieder \u00f6ffnete. Da war Lisa-Marie leibhaftig in denselben schlichten Klamotten, in denen Peter sie damals an seiner Zelle hatte vorbeigehen sehen. Sein Herz schlug heftig in der Brust, er sp\u00fcrte die Aufregung. Einsam in seiner Zelle hatte er nie etwas anderes als Wut auf sie gesp\u00fcrt, aber jetzt nahm er auch wieder wahr, wie sehr er sich zu ihr hingezogen f\u00fchlte.<br \/>\n\u00bbBleib stehen\u00ab, sagte Lewandowski. Lisa-Marie stoppte mitten in der Bewegung und sah ihn irritiert an. \u00bbDu kannst hier nicht so ohne weiteres durch.\u00ab<br \/>\n\u00bbHi erstmal\u00ab, sagte sie in einem Ton, von dem sich Peter nicht sicher war, ob er herablassend gemeint war oder ob sie einfach nur die Situation nicht einsch\u00e4tzen konnte.<br \/>\n\u00bbHi\u00ab, sagte Peter mit einem Kr\u00e4chzen im Hals. F\u00fcr einen winzigen Augenblick trafen sich ihre Blicke, dann blickte sie weg und sah stattdessen Lewandowski an.<br \/>\n\u00bbAber ihr habt mich doch sicher nicht nur bis hierher bestellt, um kurz zu plaudern und dann wieder zu gehen, oder? Kann ich mich nicht einfach wieder an dem netten Cop hier festhalten?\u00ab Sie deutete auf Fluffy.<br \/>\nPeter, der seine Sprache langsam wiederfand, ergriff das Wort.<br \/>\n\u00bbDas geht nicht, dagegen ist der Durchgang gesichert, aber wir haben einen Plan und wenn nichts schief geht, bist du in wenigen Minuten hier drau\u00dfen.\u00ab<br \/>\nLisa-Marie blickte weiter stur zu Lewandowski, als w\u00fcrde sie sich mit ihm unterhalten.<br \/>\n\u00bbUnd wie ist der Plan?\u00ab<br \/>\n\u00bbBring zur Sicherheit noch das Tape an, man wei\u00df ja nie\u00ab, sagte Peter an Lewandowski gewandt. Lewandowski nickte und machte sich daran, eine Rolle mit einer Art schwarzem Klebeband au\u00dfen am T\u00fcrrahmen anzukleben, das auf dem schwarz lackierten Grund kaum auffiel.<br \/>\nPeter sah auf die Uhr.<br \/>\n\u00bbBis jetzt passt das Timing perfekt. Skinny, du z\u00fcndest p\u00fcnktlich um 21:05 Uhr, dann sollte alles so klappen wie bei mir\u00ab, sagte er entschlossen.<br \/>\n\u00bbAlles klar, Chef\u00ab, antwortete Skinny und machte sich vom Acker.<br \/>\n\u00bbKann mir mal jemand erkl\u00e4ren, was ihr vorhabt?\u00ab Lisa-Maries Stimme hatte einen zickigen Ton angenommen. Das hat man davon, wenn man versucht jemanden aus dem Knast zu holen, dachte Peter. Kein St\u00fcck Dankbarkeit. Aber was konnte man schon erwarten? In kurzen Worten erkl\u00e4rte er Lisa-Marie die n\u00e4chsten Schritte im Plan und bedeutete ihr, in Deckung zu gehen. Dann zog er sich gemeinsam mit Lewandowski\u00a0 zur\u00fcck, um den Androiden nicht durch eine Bewegung abzulenken. Hinter der Hausecke sahen sie sich erwartungsvoll an. Noch zwei Minuten verblieben. Dann war es nur noch eine.<br \/>\nDie Explosion hinter dem Haus z\u00fcndete p\u00fcnktlich um f\u00fcnf nach und im selben Augenblick h\u00f6rten sie aus Richtung des Eingangs einen spitzen Schrei. Die Stimme klang weiblich.<br \/>\nPeter warf Lewandowski einen ernsten Blick zu.<br \/>\n\u00bbIch hab da ein ganz mieses Gef\u00fchl.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen wundersch\u00f6nen guten Tag, es hat lange gedauert, aber was lange w\u00e4hrt wird hoffentlich gut. Hier kommt der neue Teil der Erz\u00e4hlung &#8222;Hinter verschlossenen T\u00fcren&#8220; und bis zum n\u00e4chsten sollte es bei weitem nicht so lange dauern. Es war ein aufregendes und herausragendes Jahr f\u00fcr mich, voller H\u00f6hen und mit angenehm wenig Tiefen, meinem zweiten &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/?p=112\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHinter verschlossenen T\u00fcren (5)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,88,120,148,151,195,290],"tags":[],"class_list":["post-112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arno-wilhelm","category-erzahlung","category-hinter-verschlossenen-turen","category-kurzgeschichte","category-larry-devito","category-pdf","category-www-larrydevito-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arno-wilhelm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}